Auf den Spuren der Geschichte Granada: Reiseführer Granada: Spanien - Nozio 0%


Reiseführer von Granada, Spanien


Autor: soylentgreen23





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Granada Auf Den Spuren Der Geschichte, Spanien

Das schon zur Zeit der Griechen und der Römer besiedelte antike Granada erlebte Momente größter Pracht und stellte schon bald eine der reichsten Regionen des Reiches dar. Als im 4. Jh. der unvermeidliche Niedergang Roms begann, wurden die Gebiete Andalusiens von den westgotischen Barbaren erobert, deren Herrschaft bis zum Eindringen der Mauren in Europa andauerte. Man zählte das Jahr 711.

Die sieben Jahrhunderte, in denen der Islam vorherrschte, bescherten Granada und dem Großteil von Andalusien eine langandauernde Glanzzeit; die aufgeklärte Verwaltung der Sultane verpflichtete die Christen und Juden zur Zahlung hoher Steuern, doch unterband Verfolgungen und Vertreibungen, sodass das soziale und wirtschaftliche Herz der Region bewahrt wurde.

Unter der Herrschaft der Nasriden-Dynastie erreichte Granada auf künstlerischer, wissenschaftlicher und kultureller Ebene den Höhepunkt seiner beispiellosen Pracht. Als Muhammad ibn Yūsuf ibn Nāzar im Jahr 1232 die Kontrolle über Granada errang und das Sultanat von Granada gründete, durchlebte die Stadt  eine weitere Zeit der Bereicherung. Es wurden der atemberaubende Komplex der Alhambra und die wundervollen Gärten realisiert, die die Residenz des Generalife umgeben.


Im Jahr 1492 brach in dem von den internen Uneinigkeiten und der wirtschaftlichen Krise zerrissenen Granada der Bürgerkrieg aus; diese Situation begünstigte die Reconquista, oder Rückeroberung seitens der Heere von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon. Nachdem auch der letzte maurische Vorposten in Europa erobert worden war, ließ sich die spanische Krone im Palast der Alhambra nieder und begann mit der religiösen Ausschreitung gegen die Juden und Muslime, die am Ende des 16. Jhs. unter der Herrschaft von Philipp II. mit der Verteibung der Morisken – den zwangsweise zum Christentum konvertierten Muslimen  - endete.


Mit der christlichen Herrschaft begann der unaufhaltsame Verfall von Granada. Zur Peripherie verbannt von den Herrschern Karl V. und Philipp II.  - die ununterbrochen in blutige Kriegskampagnen an anderen Fronten verwickelt waren – rückte die Stadt in den Hintergrund, wurde von anderen Zentren, wie Sevilla und Cádiz übertrumpft, die sich dank des Handels mit Gold und Waren aus der Neuen Welt bereicherten.


Das unvermeidbare Interesse an Unabhängigkeit in den amerikanischen Kolonien fügte den Kassen des spansichen Reiches progressive und gewaltige Schäden zu. Spanien, das nicht fähig war, den englischen Flotten während der Seeschlacht bei Trafalgar vor der Küste von Cádiz  standzuhalten, erlebte somit den unwiderruflichen Niedergang seiner Macht und die nur kurze französische Herrschaft unter Joseph Bonaparte, die mit dem Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1814 endete.  


Trotz der finanziellen Schwierigkeiten und die relative politische Immobilität, blühten Granada und ganz Spanien insbesondere auf kultureller Ebene am Ende des 19. Jhs. erneut auf; Künstler, wie Manuel de Falla, Andrés Segovia und Federico Garcia Lorca verwandelten Granada in eine der Kulturhauptstädte des 20. Jahrhunderts.


Am 14. April des Jahres 1931 führte das Ende der Revolution zur Gründung der Republik. Die junge Demokratie, die darauf bedacht war, das gesamte Land radikal umzugestalten, wurde schon bald von der Franco-Diktatur unterdrückt, die von den Achsenmächten unterstützt wurde. Zu den Opfern des blutigen Bürgerkriegs, der darauf folgte, zählte unter anderem Lorca, einer der bedeutendsten Dichter und Erneuerer der spanischen Dramas.  


Das Regime von Francisco Franco dauerte bis 1977. Mit dem Tod des Diktators und der Thronbesteigung von Juan Carlos von Bourbon wurde endlich die Verfassung anerkannt; nur kurze Zeit später erklärte sich Andalusien zur Autonomen Region und kehrte somit zurück zu ihrer Pracht aus vergangenen Zeiten. Durch die Aufwertung der unendlichen Kulturschätze gewann zudem der Tourismus erneut an Bedeutung.


Heute ist Granada eine hochentwickelte und lebhafte Stadt, die sich auf internationaler Ebene einer bedeutenden Position rühmt; ein beliebtes Ziel, nicht nur aufgrund des Reizes der Landschaften, sondern insbesondere wegen des Zaubers, den es auf den Reisenden ausübt. In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen die Lektüre "Erzaählungen von der Alhambra" von Washington Irving, ein unumgänglicher Text für all diejenigen, die den Reiz und die Anziehungskraft von Granada näher kennenlernen möchten.       

 

Autor:Nozio



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