
Autor: bert 66
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Piran Geschichte Und Kultur, Slowenien
Die antike Ansiedlung von Piran erstreckte sich jenseits der Gebiete, die von den Keltern bewohnt und von den Streifzügen der Istrier heimgesucht wurden, die allerdings mit der Ankunft der Römer um 178 n.Chr. gefügig gemacht wurden. Diese massive Kolonisierung des Reiches, die den Bau der ersten rustikalen Villen um Piran herum mit sich führte, wurde auf heftige Weise durch das Erscheinen der Barbaren unterbrochen; um der Invasion dieser orientalischen Völker zu entkommen, entstanden nach dem 4. Jh. zahlreiche Siedlungen entlang der Istrien-Küste und es wurden die ersten befestigten Städte und Schlösser gegründet.
Die darauf folgende Herrschaft der Byzantiner bereicherte Piran mit der heute noch bestehenden Straßenanordnung, während die Ansiedlungen der Slawen und die progressive Vertreibung der römischen Völker den Franken zuzuschreiben sind; nach dem Untergang des karolingischen Reiches und bis zum Ende des Jahrtausends wurde Piran nacheinander von den Italienern, den Bayern und dem bedeutenden Patriarchat von Aquileia dominiert.
Piran, das sich in ständigem Kampf zur Bekräftigung seiner Handels- und legislativen Rechte befand, konnte sich durch die enge Verbindung zur Republik Venedig aus der Macht der Feudalherren emanzipieren. Während der fünf Jahrhunderte andauernden Herrschaft der Serenissima erlebte Piran durch die Entwicklung einer bürgerlichen Schicht, die dem Einfluss des Humanismus und der Renaissance ausgesprochen zugetan war, eine außergewöhnliche wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit.
Das 19. Jh. und die Vorherrschaft des österreichischen Reiches brachten für Piran einen immer zunehmenden Wohlstand, der auf die Entwicklung der Salzwerke von Secovlje und den Verkauf von Salz zurückzuführen war. Durch die Eröffnung der Bahnlinie ‘Parenzana’, die auf schnelle Weise Parenzo mit Triest verband, wurde die Vermarktung dieses Produktes einfacher gestaltet. Zur selben Zeit etablierten sich Portorose und ihre Umgebung als beliebteste Urlaubsorte an der oberen Adriaküste.
Durch den Großen Weltkrieg im Jahr 1915 wurden Istrien und Piran Italien angegliedert. Im Zweiten Weltkrieg, nach dem zerstörerischen Untergang des Faschismus und den blutigen Ereignissen des Befreiungskrieges wurden Dalmatien und Istrien, nach langen Verhandlungen, definitiv dem Jugoslawien von Tito zugesprochen, was zu einer schmerzhaften und problematischen Vertreibung der Italiener führte.
Piran gehört heute zur Republik Slowenien. Kurz vor dem Untergang des kommunistischen Regimes von Tito erklärte und erhielt Slowenien die Unabhängigkeit und wurde erst in jüngster Zeit Mitgliedstaat für die einheitliche europäische Währung; ein kleines, an üppigen Grünflächen reiches Land, mit eindrucksvollen Bergen, heilsamen Kurorten und einem spektakulären, wenn auch kurzen Küstenabschnitt, der sich mit der Adriaperle Piran schmückt.
Autor:Nozio





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