Geschichte und Kultur Brescia: Reiseführer Brescia: Italien - Nozio 0%


Reiseführer von Brescia, Italien


Autor:  Provincia di Brescia – Assessorato Turismo; Comune di Brescia – Servizio Turismo





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Brescia Geschichte Und Kultur, Italien

Der Ursprung von Brescia wird auf die Bronzezeit datiert, aber von Bedeutung wurde die Stadt erst, als sie die Hauptstadt der gallischen Cenomanen wurde. 187 v.Chr. wurden die Cenomanen von den Römern besiegt und einverleibt, aber schon 49 v.Chr. unter Julius Cäsar, bekommt Brescia das volle römische Stadtrecht. Danach folgte eine lange Zeit von Frieden und Glanz, in der Brescia eins der größten Zentren Norditaliens war. Die Stadt vergrößerte sich dank ihrer Wirtschaft, die sich auf die Landwirtschaft, den Handel, den Marmorgruben und die Eisenbergwerke stützte.

476, mit der Auflösung des römischen Reiches, wird Brescia von den Invasionen der Barbaren gegeißelt: Heruler, Ostgoten, Byzantiner. Dann kamen aus dem heutigen Ungarn die Langobarden von Alboino. Die Stadt war mehr als zwei Jahrhunderte lang Sitz eines der wichtigsten langobardischen Herzogtümer. Es werden wichtige öffentliche und kirchliche Zentren gebaut, wie der Klosterkomplex von San Salvatore und Santa Giulia. Danach folgte die Herrschaft der Franken von Karl dem Großen, die bis 888 andauerte. Nach dem Verfall des Reiches von Karl dem Großen, erlebte die Stadt eine dunkle Epoche, über die es kaum Zeugnisse gibt.

Zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert war die Epoche der Gemeinden, in der Brescia sich oft in Kriegen gegen nah gelegene Städte befand oder vom Blut der Bürgerkriege befleckt wurde. Die Gemeinden unterbrachen die ständigen Kämpfe untereinander nur, um sich gegen einen gemeinsamen Gegner zu verbünden: es entstand die Lega Lombarda (Lombardischer Stäsdtebund), der Barbarossa, Kaiser Friedrich I., besiegte, als dieser 1176 nach Italien kam. Diese Jahrhunderte waren eine Periode, in der viel gebaut wurde: es wurde ein neuer Mauerring gebaut und in der Zeit entstand auch der Duomo Vecchio und der Broletto.

Die Jahrhunderte vom 14. und 15. Jahrhundert waren dieEpoche der Herrscher: die Stadt fiel unter die Herrschaft von mächtigen Adelsfamilien, wie den Angioini, den Visconti und den Malatesta.

1426 wird Brescia Besitztum der Republik Venedig, und bleibt dies bis 1796. Unter der Herrschaft Venedig erlebt die Stadt eine glanzreiche Zeit und einen Wirtschaftsaufschwung: in dieser Zeit entstanden die Piazza della Loggia, viele Kirchen und Adelspaläste und die neuen gestärkten Mauern, die die Stadt uneinnehmbar machten.

Gegen Ende es 17. Jahrhunderts bekam die Stadt den politischen Niedergang Venedigs zu spüren. Das Gebiet von Brescia war Durchgangsgebiet von ausländischen Heeren, die Plünderungen und Gewalt brachten; die Stadt fühlte sich nicht von Venedig beschützt. 1797 rebellierte Brescia gegen Venedig und wurde von Napoleon in die Cisalpinische Republik eingegliedert, aber nach dem Zusammenbruch des Reiches von Napoleon (1815) fällt Brescia und sein Gebiet unter die Herrschaft Österreichs. Die österreichische Herrschaft dauerte bis 1859, in dieser Zeit, entwickelten sich die neuen Ideen von Freiheit und Selbstbestimmung der Völker, die durch die Französische Revolution verbreitet wurden, und Brescia wurde zu einer der aktivsten Städte in der revolutionären Bewegung. 1849 rebellierten die Revolutionäre aus Brescia und leisteten, zehn dramatische Tage lang, Widerstand gegen die österreichischen Herrscher. Aus dieser Zeit kommt der Spitzname der Stadt "Löwin Italiens". Mit den Unabhängigkeitskriegen wurde die österreichische Herrschaft beendet.
1859 wurde Brescia vom Italienischen Königreich annektiert und seitdem ist die Geschichte der Stadt mit der des vereinigten Italiens verbunden.

Bilder: © Provincia di Brescia - Assessorato Turismo; Comune di Brescia - Servizio Turismo

Autor:Nozio



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