Reiseführer Udine: Reiseführer Udine: Italien - Nozio 0%


Reiseführer von Udine, Italien


Autor: flowerwall








Udine, Italien

Im Friaul-Julisch Venetien, das der Dichter und Patriot Ippolito Nievo „kleines Kompendium des Universums“ nannte, liegt Udine (Udin im Dialekt des Friaul) in einem Landstrich, der durch landschaftliche Vielfalt geprägt ist. Hier hat der Massentourismus die kleinen Ortschaften noch nicht ihrer Ursprünglichkeit beraubt, sondern ein modernes Hotelgewerbe versteht es in friedlicher Koexistenz, das Meer, Hügel und Berge zu einem außergewöhnlich vielseitigen touristischen Angebot zu vereinen.

In der Nähe von Österreich, Slowenien und der Adria liegt die Hauptstadt des Friaul, ein Kreuzungspunkt vieler Kulturen und ungewöhnlicher Attraktionen, die von den Seebädern in Lignano Sabbiadoro, bis zu den Skigebieten und Naturreservaten in der Carnia und im Tarvisiano reichen; von den DOC-Gebieten wie den Colli Orientali, bis zu kleineren und größeren Kunststädten wie Udine, Cividale, San Daniele, Gemona und Venzone.

„Ein echter Friauler, ehrlich und Arbeiter.“ Die Alteingesessenen des Friaul, die ihre Heimat mit Stolz, Eigensinn und Zugehörigkeit nach dem schlimmen Erdbeben wieder aufgebaut und das Friaul zum ökonomischen Antriebsmotor des Nordostens gemacht haben, trifft man noch in Ortschaften aus einer anderen Zeit - in kleinen Dörfern mit nur wenigen Einwohnern in der Carnia oder in den Gemeinden der Hügelregionen. Man trifft sie auf einer traditionellen Sagra oder auf einem Volksfest, bei einem Tajut (Aperitif), wobei man noch die Marilenghe (den Dialekt des Friaul) zu hören bekommt, oder in den Fogolâr (Diasporas des Friaul in der ganzen Welt).

Bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum von Udine oder durch die ruhigen Wohnviertel am Ortsrand lernt man die Vorteile dieser Stadt zu schätzen, die perfekt an die Bedürfnisse des Menschen angepasst ist. Gemeint sind die zahlreichen öffentlichen Grünanlagen wie der Parco Moretti und der große Parco del Cormôr, in denen man Sport, Entspannung und Vergnügen findet sowie das Stadio Friuli, Sitz des Fußballvereins Udinese Calcio. Alles ist bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar (derzeit neu ist der Bikesharing-Service Udinbike).

Ein Symbol des Saloncharakters der Stadt Udine ist die uralte Piazza delle Erbe (oder Piazza Matteotti), wo sich insbesondere in den Sommermonaten die bunten Tische der Bars in den Arkadengängen und der kleine Antikmarkt mit Leben füllen. Auch trifft man sich in einer der typischen Osterien des historischen Zentrums auf einen Aperitif. Anlässlich des gefeierten Events Friuli DOC im September füllt sich die Stadt mit önogastronomischen Probierständen, die typisch regionale Produkte anbieten, und Aufführungen, Folklore, kulturelle Initiativen und Wettkämpfe beleben das Städtchen.

In Udine trifft man aufgrund der kulinarischen Tradition und der berühmten Restaurants wie dem Vitello d’Oro, dem Concordia und dem Astoria Italia, dem Alla Vedova, dem La’ di Moret und dem Al Grop (in Tavagnacco) oder aufgrund der historischen Trattorien wie dem Ai Frati, Al Lepre, dem All’Allegria und Alla Ghiacciaia noch auf gute Hausmannskost. Unentbehrlich sind außerdem die Osterien, Gaststätten, Treffpunkte und das klassische Ritual eines Weinaperitifs (Tajut).

Eine Brücke in den Osten: Sein keltischer Ursprung, seine wichtige Rolle in der Gemeinschaft des Patriarchats, seine venezianische, napoleonische und habsburgische Vergangenheit haben dazu geführt, dass Udine zahlreiche kulturelle und architektonische Einflüsse sowie Punkte von historisch-künstlerischem Interesse aufzuweisen hat.

Die venezianische Piazza della Libertà, das Herz der Stadt, wird durch die elegante Architektur der Loggia del Lionello aus dem 15. Jahrhundert dominiert. An der Seite dieses ehemaligen Sitzes der Stadtverwaltung befindet sich das Rathaus im Jugendstil-Palazzo d’Aronco. Dies ist auch der Dreh- und Angelpunkt der wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt: In den Säulengängen der Via Mercatovecchio, Via Vittorio Veneto und Via Cavour reihen sich Geschäfte, Kaffeehäuser wie das historische Contarena, Buchläden und Bibliotheken wie die Bibliothek Vincenzo Joppi aneinander. Am Fuß des Schlosshügels befinden sich vor der Loggia del Lionello die Loggia di S. Giovanni und der Torre dell’Orologio, der vom Glockenturm des Markusplatz inspiriert und 1527 von Giovanni da Udine entworfen wurde. Von hier aus kann man über eine Pflasterstraße mit gotisch-venezianischem Säulengang einen Spaziergang zum Castello unternehmen, einem Renaissancepalast, in dem sich heute die Volkskundemuseen befinden. Von der Piazzale del Castello, aus genießt man eine außergewöhnliche Aussicht auf die Stadt, die umliegenden Hügel und die Voralpen. Hier befindet sich auch die Bibliothek und die Casa della Contadinanza, der alte Sitz des Bürgerverbandes, der heute als Veranstaltungsort für Events und Kostproben dient.

Auf das Genie des venezianischen Künstlers Giambattista Tiepolo, der die Piazza della Libertà verziert hat, trifft man auch in den Gallerie del Tiepolo des Palazzo Patriarcale, dem ehemaligen Sitz der Patriarchen von Aquileia. Im historischen Zentrum befinden sich mehrere Kultstätten, die einen Besuch wert sind. Dazu gehört die Hauptkirche der Stadt, der aus dem vierzehnten Jahrhundert stammende Dom von Udine; dieser beherbergt in der Cappella del Santissimo kostbare Fresken von Giambattista Tiepolo. Die nahe gelegene Kirche des Heiligen Franz wird heute als malerischer Ausstellungssitz verwendet; in dem dazugehörigen Konvent befindet sich das Tribunal.

Einige Großveranstaltungen wie die traditionelle Fiera di Santa Caterina im November, finden auf der Piazza 1° Maggio statt. Dies ist auch der Sitz des Tourismusbüros.

Die erst kürzlich zur Fußgängerzone erklärte Piazza XX Settembre wird nunmehr, wie bereits in der Vergangenheit, zum Platz der Märkte, was das historische Zentrum letztlich zu einem kommerziellen und sozialen Treffpunkt machen wird. Besonders zu erwähnen sind auch die Chiesa di S. Antonio Abate, der palladianische Palazzo Antonini-Casa Grande, derzeit Filiale der Banca d’Italia, der Palazzo Arcivescovile-Patriarcale, in dem sich die exzellente Galleria del Tiepolo befindet und die antike Biblioteca Delfiniana. Die in östlicher Richtung nach Cividale führende Porta Manin und die nach Aquileia und Grado führende Porta Aquileia gehören zum mittelalterlichen Verteidigungsgürtel der Stadt.

Durch Udine fließt die Roggia, die in alten Zeiten dem Fischfang diente und zahlreichen anliegenden Handwerks- und Handelsbetrieben Wasser spendete.

In Udine nimmt die kinematographische Kunst einen besonderen Stellenwert ein. Das vom CEC (Centro Espressioni arti Cinematografiche) geleitete Centro Visionario ist mehr als ein Experimentalkino und bietet eine Alternative zu den kommerziellen Kinokomplexen in Udine: Es beinhaltet drei Säle, eine Mediathek, Räume für Ausstellungen und Tagungen, Buchläden sowie Internetcafès. Auch andere wichtige Einrichtungen wie das Cinemazero in Pordenone, die Cineteca von Friuli di Gemona und die Universität von Udine tragen zur Verbreitung der Kinokultur bei und organisieren engagierte Initiativen wie das Freiluftkino, das internationale Far-East-Film-Festival und tiefgründige Ausstellungen und Retrospektiven.

Fesselnde Theateraufführungen findet man im Teatro Nuovo Giovanni da Udine, im Teatro Palamostre und im Teatro San Giorgio, alle unter der Leitung des CSS Teatro stabile di innovazione del Friuli Venezia Giulia. Erwähnenswert ist außerdem der Theaterclub Udine und die bürgerliche Accademia d’Arte Drammatica Nico Pepe.

Die GAMUD (Galleria d’Arte Moderna di Udine) befindet sich im Palamostre, direkt neben dem städtischen Schwimmbad. Als Zugpferd der wirtschaftlichen Entwicklung des Friaul und als Brutstätte innovativer Unternehmen, ist Udine dynamischer als je zuvor. Dazu trägt auch die Università degli Studi bei, die aufgrund ihres fortschrittlichen wissenschaftlichen und humanistischen Angebots sehr beliebt ist, und die Stadt als internationalen Universitätscampus zusehends attraktiver macht. In Torreano di Martignacco, dem Messe- und Kongressviertel der Stadt, organisiert der Verband Udine Fiere wichtige Veranstaltungen wie die Casa Moderna, IdeaNatale, Good (slow food) und Mittelmoda (in Gorizia). Nicht zu vergessen, Promosedia, die Gesellschaft, die für die holzverarbeitende Industrie des Friaul steht: Das so genannte „Stuhldreieck“, ein Industriegebiet zwischen Manzano, San Giovanni al Natisone und Corno di Rosazzo, ist ein Paradebeispiel der Industrie des Friaul sowie eine starke Antriebskraft für Produktionszweige und Export. Dies gilt gleichermaßen für den Weinanbau dieser Region, der einen namhaften Weintourismus bedingt.

Nur wenige Kilometer von Udine entfernt, ist das in den Colli Orientali, dem Anbaugebiet der DOC-Weine des Friaul, gelegene Cividale einen Besuch wert; das faszinierende Örtchen liegt an den Ufern der Natisone. Auf einem Spaziergang durch das schöne historische Zentrum dieser keltisch-römischen Renaissancestadt, dem Sitz des ersten langobardischen Fürstentums Italiens, kann man kostbare Zeugnisse und Monumente wie den Langobardentempel bewundern, dem Rausch einer waghalsigen Überquerung der Teufelsbrücke unterliegen und direkt an den Fluss gebaute Häuser bestaunen. In Cividale findet außerdem das Mittelfest statt, ein wichtiges Festival der mitteleuropäischen Kultur.

Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Villa Manin von Passariano liegt in der Gemeinde von Codroipo, zirka 30 Kilometer von Udine entfernt und bietet einen außergewöhnlichen Augenschmaus. Sie ist der Sitz namhafter Sammlungen und Veranstaltungen. Das zwischen Udine und San Daniele gelegene Colloredo di Montalbano ist ein bezaubernder Ort inmitten der Hügellandschaft, das einen Besuch wert ist.

San Daniele del Friuli ist eine faszinierende Kleinstadt auf dem Gipfel eines Hügels und nur wenige Kilometer von Udine entfernt. Sie ist für ihren DOP-Prosciutto berühmt, dem am letzten Wochenende im Juni die große Veranstaltung Aria di Festa gewidmet ist. Diese Sagra antiken Ursprungs ist mittlerweile als internationales Spektakel bekannt. Sie feiert mit geführten Kostproben, Ausstellungen, Besuchen und Kochkursen die Vorzüge dieser Spezialität aus dem Friaul. Besonders romantisch ist ein Besuch in San Daniele zur Weinachtszeit, wenn das festliche geschmückte Zentrum durch typische Märkte belebt wird, oder zur Zeit des Pignarûl, der für das Friaul typischen Feierlichkeit anlässlich des Dreikönigsfests. Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen für die Kleinsten, literarische Begegnungen, Theateraufführungen und Veranstaltungen der Initiative Slow Food statt.

Wenn Sie weitere touristische Informationen über Udine und seine Umgebung wünschen, kontaktieren Sie direkt die zuständige Tourismusbehörde per Mail (info.udine@turismo.fvg.it) oder Telefon (+39 0432 295972). Das Büro hat seinen Sitz in Udine, in der PiazzaI° Maggio 7.

Autor:Nozio



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