Geschichte und Kultur Santorin: Reiseführer Santorin: Griechenland - Nozio 0%


Reiseführer von Santorin, Griechenland


Autor: Nea Kameni_WorldIslandinfo





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Santorin Geschichte Und Kultur, Griechenland

Santorini rühmt sich einer einzigartigen, sehr antiken und noch heute von einem Mysterium umhüllten Geschichte. Einst, zwischen 2000 und 1500 v.Chr., war sie eine glückliche und blühende, gebildete und reiche Insel, eine authentische Seemacht des Ägäischen Meeres, die mit Kreta und der anspruchsvollen minoischen Kultur verbunden war. Zu jener Zeit war sie unter dem Namen Kallisté (die Wunderschöne) bekannt, muss eine üppig grüne Vegetation besessen haben und, wie heute, von dem schönsten kobaltblauen Meer der Kykladen umgeben gewesen sein. Doch war sie ein Vulkan und die Häuser, die Bauwerke, die Personen und die Aktivitäten konnten nicht erahnen, welchem Schicksal sie sich ergeben mussten. Um 1500 v.Chr. begann die Erde von Kallistè zu beben, warnte die Bevölkerung, von der wir jedoch nicht wissen, ob sie sich retten konnte, als sich der Ausbruch und somit die Apokalypse ereignete. Eine 80 Kilometer hohe Wolke stieg in den Himmel empor, Asche und Lapilli bedeckten eine über sechzig Meter große Fläche von Kallisté und Anafi, (eine Schicht aus Asche bedeckte auch Kreta), ein Seebeben erschütterte die Inseln und die ägäische Küste, Ägypten, Palästina und Kleinasien. Der Vulkan brach in sich zusammen und bildete die unverwechselbare Caldera von Santorini, ein Wasserbecken von 83 Kilometer Durchmesser, das aus dem von der antiken Insel Kallisté verschont gebliebem Rest geformt wurde. Von hoch oben aus der Luft erkennt man deutlich die Form des Kraters, vom Land aus gesehen meint man jedoch einen Moment lang, die Katastrophe, die diese im Meer versunkene Insel heimsuchte, nachempfinden zu können, bevor man von dem Gefühl überwältigt wird, an einem der faszinierendsten Orte des Mittelmeeres und vielleicht sogar der ganzen Welt angekommen zu sein.

Einige Historiker und Archäologen ziehen in Betracht, dass es sich bei Kallisté um die Insel Atlantis von Kritias und Timaios handelt, die berühmten Dialoge von Platon, in denen die mythische Stadt ausführlich beschrieben wird. Auch der Archäologe Spyridon Marinatos verband Santorini mit Atlantis, doch mit seinen Ausgrabungen, die er im Jahr 1967 auf der Insel in Angriff nahm, beabsichtigte er, die Beziehung zwischen der Katastrophe von Kallisté und dem Verschwinden der minoischen Kultur von Kreta zu enträtseln. Und so wurde im Süden der Insel Santorini, unterhalb einer 10 Meter dicken Lavaschicht, das nach 3000 Jahren noch fast unversehrte Akrotiri, das so genannte Pompeji des Ägäischen Meeres, freigelegt. Ein weiteres bedeutendes Element in der Rekonstruktion der Verbindung zwischen Kallisté - Santorini und Kreta. Allein die Besichtigung von Akrotiri ist eine Reise nach Santorini wert. Straßen, Häuser, Läden, Plätze: Alles ist noch so, wie vor 3500 Jahren, als die Stadt von 30000 Personen belebt wurde, einen blühenden Handelshafen beherbergte und einen der angesehensten Orte des Ägäischen Meeres darstellte.

Diesen seit dem Jahr 1956 nicht mehr von Erdbeben heimgesuchten Ort, der zudem ein beliebtes Ziel vieler Historiker, Archäologen und Geologen darstellt, besuchten unter anderem Sartre, Simone de Beauvoir und Le Courbousier, die von der Schönheit dieser aus Kontrasten, Farben, Abgründen und Hochebenen bestehenden Insel überwältigt waren. Nicht nur für diese Menschen stellte sie eine Quelle der Inspiration dar, sondern auch für den Juwelier Ilias Lalounis, der, so wie er sagt, bei der Kreation der gewundenen Formen seiner Kollektionen an Santorini denkt.

Noch heute kann Santorini (ein Name, den die Venezianer vermutlich diesem Ort zu Ehren der Heiligen Irene, Schutzpatronin der Insel, gaben) als ein landschaftliches Schauspiel bezeichnet werden, da sie trotz des Massentourismus die authentischen Eigenschaften der Kykladen, sowohl in Thira, dem Hauptort, als auch in den Dörfern des Inlands zu bewahren wusste, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, um die weißen Häuser und kleinen Kapellen zu erhalten.

Autor:Nozio



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